Spannung und Vorfreude waren am Sonntag morgen fast greifbar, als sich unsere Gemeinde zum Gottesdienst an üblicher Stelle traf. Der große Tag war endlich da – heute sollte der Umzugsgottesdienst stattfinden!
In einem kurzen Rückblick erinnerte uns Hermann Trefz an einige wichtige Stationen des Gemeindehauses. So wussten nur wenige, dass im 2. Weltkrieg unsere „Versammlung“ als Lager diente und die Gottesdienste in der heutigen Küche stattfanden. Er erinnerte uns an Erweckungen, an Taufen und Hochzeiten, an gute und schlechte Zeiten. Karl Pfeiffer, als einer unserer ältesten Brüder, legte uns ans Herz, dass wir einander mit Liebe und Güte begegnen sollen und so echte Gemeinschaft erfahren. Beim folgenden Singen des Liedes „Die Gnade“, war so manchem wehmütig ums Herz. Dann aber durfte jeder seinen Stuhl nehmen und nach draußen tragen. Als alle im Hof versammelt waren, wurde das alte Gemeindehaus offiziell abgeschlossen und alle machten sich auf den Weg zum neuen Gemeindehaus.
Hans-Peter Föll, als 1. Vorstand, übergab sichtlich bewegt den Schlüssel zum neuen Haus an den wörtlich „ältesten Ältesten Werner Müller“. Mitglieder von Vorstand, Bauausschuß und Ältesten schnitten daraufhin ein Absperrband durch und machten den Weg frei, damit die Gemeinde endlich einziehen konnte. Zur Feier des Tages wurden alle mit alkoholfreien Cocktails überrascht. Die mitgebrachten Stühle fanden derweil ihren Platz im neuen Speisesaal.
Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, strömten auf einmal alle in den Gottesdienstraum, der sich schnell bis auf den letzten Platz füllte. Nach einer Zeit des Lobpreises und der Anbetung, hielt Dieter Trefz die Predigt. Er wies auf die zentrale Bedeutung von Jesus Christus hin, der das Zentrum in unserem neuen Gemeindehaus, aber mehr noch im Leben der Gemeinde und jedes einzelnen sein soll und möchte. Wir würden unsere Berechtigung verlieren, uns Gemeinde zu nennen, wäre nicht Christus das Zentrum unseres Glaubens. Ohne Christus wäre alles nichts. Durch Teilnahme am Abendmahl hatte anschließend jede/r die Gelegenheit, sich zu Jesus Christus zu bekennen.
Die feierliche Stimmung und große Dankbarkeit fand schließlich ihren Ausdruck im Lied „Nun danket alle Gott“. Nach dem Segenszuspruch war unser erster Gottesdienst im neuen Gemeindehaus offiziell zu Ende, aber kaum jemand wollte gleich nach Hause gehen und so leerten sich sowohl Forum als auch Foyer nur sehr zögerlich.
Elke Föll
Bilder vom Umzugsgottesdienst sind unter der Rubrik „Bilder“ zu finden.
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